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Ein Höhepunkt des Werks

Herzeloyde
 
 

Fig. 1

 

Der Komet von 1577 war der erste, den Tycho Brahe beobachtete (13. November 1577 - 26. Januar 1578).
Das Diagramm (Fig. 1), das jetzt, am Ende unserer Studien, keiner Besprechung mehr bedarf, zeigt, dass Brahes Werk in diesem Jahr einen Höhepunkt erreichte. 1577 erfand er seinen Sextanten.
Am 8. August 1576 war der Grundstein zu seiner Sternwarte gelegt worden. 1580 wurde sie fertiggestellt.

Der Komet von 1577 beschäftige Tycho Brahe während des Baus seines Observatoriums. Kometen galten zu seiner Zeit und davor nicht als Himmelskörper. Sie waren bloße Erscheinungen oder auch atmosphärische Störungen innerhalb der so genannten sublunaren Himmelsgegend. Nur in dieser Gegend überhaupt konnten Veränderungen stattfinden, so die allseits akzeptierte Lehrmeinung, nicht jedoch im Bereich der Planeten oder der Fixsternsphäre. Doch Tycho war ein neutraler Beobachter, er prüfte alle verfügbaren Messungen, seine eigenen und die seiner Kollegen immer wieder. Das Ergebnis war für ihn eindeutig: Der Komet konnte nicht Teil der sublunaren Region sein, sondern musste wegen fehlender Parallaxe weit außerhalb der Atmosphäre sein, ein Teil der planetaren Himmelsgegend also. Mehr noch: Der Komet bewegte sich so, dass er die Planetensphären zwangsläufig durchstoßen musste, eine Bewegungshemmung durch diese (damals angenommenen) planetentragenden Schalen konnte aber nicht gemessen werden.
Von da an sah Tycho Kometen als Teil des planetaren Wirkungsgefüges an, außerdem wuchsen seine Zweifel an dem ptolemäischen Weltbild. Seine Erkenntnis setzte sich aber nicht gleich durch, selbst Galilei spottete noch ein halbes Jahrhundert später über die "Tychonischen Affenplaneten", wenn er Kometen meinte. Erst Johannes Kepler erkannte die wahre Bedeutung dieser Entdeckung: Planeten und Kometen als sich frei bewegende Körper im Weltenraum.
(http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Komet)

 


Notizen

1
  Rudolf Steiner, Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, Verlag der Rudolf Steiner-Nachlassverwaltung, Dornach/Schweiz, 1965, IV. Band, Vortrag vom 16. September 1924

 
 
 
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