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Belebung des Todeshor.

Thomas von Aquin

Belebung des Todeshoroskops

 
 
 

Fig. 1

 

Als Thomas von Aquin starb, stand Merkur ungefähr in 08°37' Widder (Fig. 1).
(Der Planet Merkur seines Todeshoroskops ist durch ein Kreuz † gekennzeichnet.)
Im Jahre 1860 bildete der laufende Merkur eine Schleife über dem Merkur†.
Am 11. März (Punkt 3) stand der Wandelstern mit Merkur† in genauer Konjunktion.
Vierzehn Tage später kam er in den Stillstand (5) und wurde danach rückläufig.
Am 9. April kam er wieder, diesmal rückwärts laufend, in die genaue Konjunktion mit Merkur† (7).
Danach verlangsamte er seinen Lauf, sank unter die Sonnenbahn und kam am 17. April in der Nähe des Merkur† wieder in den Stillstand (8).
Nach diesem Halt bewegte er sich wieder vorwärts und erreichte den Merkur† zum dritten Mal am 23. April.

 
 
 

Fig. 2

 

In Thomas von Aquins Todeshoroskop steht Merkur in 8°37' Widder (Fig. 2).
Merkur† ist der Merkur des Todeshoroskops.
Am 7. März 1860 trat der laufende Merkur (= der transitierende Merkur = MerkurT) in die nähere Umgebung des Merkur† ein. Als "nähere Umgebung" meinen wir einen Spielraum, - "Orbis" genannt, - von 6°30'.
Als MerkurT in 2°07' Widder ankam, trat er in den Orbis des Merkur† ein und stand in weiter Konjunktion mit dem Merkur†.
Ab dem 7. März näherte sich MerkurT täglich dem Merkur†. Die Konjunktion wurde am 11. März genau. Auf dem Diagramm sehen Sie, dass MerkurT im Laufe des Tages die horizontale Linie überschreitet.
Ab jenem Moment entfernte sich MerkurT vom Merkur†, blieb aber in dessen Orbis bis er in 15°07' Widder ankam. Das geschah am 17. März. An jenem Tage bricht die Kurve im Diagramm ab, weil sich MerkurT nicht mehr im näheren Umkreis des Merkur† befindet.

Auf der ersten Zeichnung sehen Sie, dass MerkurT am 25. März in den Stillstand kam und rückläufig wurde.
Am 31. März erreichte er wieder, rückwärts laufend, den Punkt 15°07' Widder und erscheint wieder in der zweiten Zeichnung. Während der rückläufigen Bewegung des MerkurT geht seine Linie abwärts.
Ungefähr ab dem 10. April sinkt die Linie immer weniger steil hinunter. Das bedeutet, dass sich der Rücklauf immer mehr verlangsamt.
Am 17. erreicht die Kurve ihren tiefsten Punkt, weil an jenem Tage MerkurT in den Stillstand kam und danach wieder auf Richtung Direkt umwechselte.
Am 1. Mai verließ MerkurT endgültig den Umkreis des Merkur†.

Astrologisch bedeutet die Schleifenbahn, dass der laufende Merkur den Merkur† des Thomas von Aquin belebte. In den Phasen der Verlangsamung, der Rückläufigkeit und des Stillstandes ist die Belebung am stärksten.
Würde MerkurT normal laufen, würden wir dem Vorgang keine Bedeutung zumessen. Weil aber MerkurT über Merkur† eine Schleife bildet, und somit dreimal mit ihm in genauer Konjunktion steht, ist der Vorgang wichtig.

Zwischen dem Tod des Aquinaten und seiner Reinkarnation sind ungefähr 600 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat MerkurT viele Schleifen über dem Merkur† ausgeführt, die aber keine Reinkarnation einleiteten.
Die Merkurschleife des Jahres 1860 brachte die Reinkarnation in Gang, weil astrologisch noch andere Faktoren und Vorkommnisse mitwirkten.

 
 
 

Fig. 3

 

Die untere Wellenlinie (Fig. 3) zeigt den Lauf des aufsteigenden Mondknotens. In der Tradition wird er auch "Drache" genannt. Der aufsteigende (nördliche) Knoten ist der Drachenkopf und der absteigende (südliche) ist der Drachenschwanz. In der Reinkarnationsastrologie kommen beide in Betracht.
Die früheren Ephemeriden gaben nur die mittleren Positionen des Drachens an. Unsere Studien hingegen gründen auf seiner wirklichen Position, die wir aus den modernsten Ephemeriden entnehmen.
Der Drache vollführt kurze Pendelbewegungen, die aber immer auf der Sonnenbahn bleiben.

Der Drachenkopf belebt den absteigenden Mondknoten des Todeshoroskops. Die Zeichnung zeigt die Situation bis 3. Mai aber der Vorgang endete erst am 16. Oktober 1860.

Der laufende Uranus aktiviert den Uranus† indem er über ihm eine Schleife bildet.
Das Diagramm beginnt am 1. Januar 1860 aber UranusT war schon am 13. Mai 1858 in den Umkreis des Uranus† eingetreten und hatte ihn schon durch eine Schleifenbildung stimuliert.
Die Belebung endete erst am 29. Mai 1861.

Wichtig ist, dass Schleifen gebildet werden und dass sie gleichzeitig vollzogen werden.
In den meisten Reinkarnationen liegen nur zwei simultane Schleifen vor.

Wichtig ist, dass die gleichzeitigen Schleifen zu bestimmten Daten existieren.
Am 10. Januar kam Venus zum Ort zurück, an dem sie im Todeshoroskop steht. Wir betrachten nur die ekliptikale Länge; die Breite spielt keine Rolle. Vereinfachend sagen wir, dass die laufende Venus am 10. Januar "auf" der Venus† stand. In Wirklichkeit standen sie nicht auf derselben Höhe über oder unter der Sonnenbahn.
Das Horoskop, das für den 10. Januar 1860 errechnet werden kann, nennen wir das "Venusarhoroskop", - kurz, das Venusar. Wir zeigen es nicht, denn das Diagramm genügt für unsere Zwecke.
Im Venusar liegt nur die Uranusschleife vor. Es zeigt also für Thomas von Aquin keine Reinkarnation an.

Der laufende Merkur stand dreimal auf dem Merkur†. Es gibt also drei Merkurare und jedes kündet die Reinkarnation an, denn jedes enthält die drei Schleifen.

Auch das Solar (Rückkehr der Sonne auf die Sonne† des Aquinaten) verheißt seine Wiederverkörperung.

Das Marsar spielt selten eine Rolle und die anderen Horoskope (Jupiterar, Saturnar, Uranusar, Neptunar und Plutonar) kommen nie in Betracht.

Wichtig ist, dass die Reinkarnation durch einen Neu- oder Vollmond bestätigt wird. Das besprechen wir unter der nächsten Abbildung.

 
 
 

Fig. 4

 

Am 21. April, kurz vor dem dritten Merkurar, war Neumond. Wir erstellen das Neumondhoroskop (Fig. 4) für Kraljevec, den zukünftigen Geburtsort. Dort ist Thomas von Aquin als Rudolf Steiner geboren.
Wir nennen es "Lokalisierungshoroskop" aus Gründen, die wir weiter unten erklären werden.
SonneL, zum Beispiel, ist die Sonne des Lokalisierungshoroskops.

Im Lokalisierungshoroskop stellen wir noch einmal fest,
dass der DrachenkopfL auf dem Drachenschwanz† steht,
dass sich MerkurL auf dem Merkur† befindet
und dass UranusL auf dem Uranus† steht (Orbis 6°30').

Die Punkte McL (Medium Coeli, Himmelsmitte),
AcL (Aszendent),
IcL (Imum Coeli, Himmelstiefe)
und DcL (Deszendent)
nennen wir die "Kardinalpunkte" des Horoskops.

Wichtig ist, dass sich der DrachenkopfL oder der MerkurL oder der UranusL
auf einem Kardinalpunkt des Lokalisierungshoroskops befindet (Orbis 6°30').

Der DrachenkopfL steht auf dem McL.
Deshalb sagen wir in unserer Fachsprache: Der Neumond bestätigt, dass die Wiedergeburt des Thomas von Aquin im Gange ist.
In den meisten Reinkarnationen enthält das Lokalisierungshoroskop nur eine Bestätigung.
Die Reinkarnation des Aquinaten hingegen wurde in diesem Horoskop ein zweites Mal bestätigt: UranusL befindet sich auf dem AcL.

Wichtig ist, dass auch der Drachenkopf† oder der Merkur† oder der Uranus†
auf einem Kardinalpunkt des Lokalisierungshoroskops steht (Orbis 6°30').

Diese Bedingung ist sogar zweimal erfüllt, denn der Drachenkopf† befindet sich auch auf dem McL und Uranus† steht im Spielraum des AcL.


Wie findet man das Lokalisierungshoroskop?
Zuerst müssen wir die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge auflisten:

 

11. März 1860

1. Merkurar

13. März

Solar

22. März

Neumond

5. April

Vollmond

9. April

2. Merkurar

21. April

Neumond

23. April

3. Merkurar

5. Mai

Vollmond

20. Mai

Neumond

 

Einer dieser Neu- oder Vollmonde muss bestätigen, dass die Erweckung des Todeshoroskops im Gange ist und dass die Geburt in Europa möglich ist.
Es muss jeder der aufgelisteten Voll- und Neumonde untersucht werden. Am Ende der Prozedur liegen manchmal zwei Lokalisierungshoroskope, die theoretisch gültig sind, vor. Dann muss das einzig wahre heraussortiert werden.

Und warum nennen wir es "Lokalisierungshoroskop"?
Weil der DrachenkopfL, durch seine Position auf dem McL, die geographischen Längen festlegt, zwischen denen die Geburt stattfinden kann.
Und weil UranusL, durch seine Anwesenheit auf dem AcL, die geographischen Breiten dieses Raumes bestimmt.

 
 
 

Fig. 5

 

Die Geburt konnte in Europa stattfinden (Fig. 5) aber nur innerhalb gewisser Grenzen. Zum Beispiel: Die Geburt wäre aus astrologischen Gründen in Magdeburg möglich gewesen, nicht aber in Berlin.

 
 
 

Fig. 6

 

Das Geburtshoroskop nennen wir das "Radix", das Wurzelhoroskop.
R ist die Abkürzung, die wir für das Wort "Radix" gebrauchen.
Zum Beispiel: JupiterR ist der Jupiter des Geburtshoroskops.

Wichtig ist, dass der DrachenkopfR oder MerkurR oder UranusR auf einem Kardinalpunkte des Lokalisierungshoroskops steht (Orbis 8°).
Uranus des Geburtshoroskops befindet sich auf dem AcL (Fig. 6).

Rudolf Steiner ist ungefähr 10 Monate nach dem Lokalisierungshoroskop geboren. Eine so kurze Zeitspanne ist ungewöhnlich.


Wichtig ist, dass in Zeiten, in denen der Wiedergekommene geistig-seelische Entwicklungen erlebt, auf den Kardinalpunkten der Lokalisierung sinngemäße Planetenübergänge stattfinden (Orbis 6°30').
Auch bedeutsame Transite über Planeten des vorherigen Todes müssen sich in solchen Zeiten ereignen (Orbis 6°30').

Erst dann können wir mit einiger Sicherheit annehmen, dass die Reinkarnation wirklich stattgefunden hat, dass die wiedergekommene Individualität wirklich in dieser Person lebt und dass wir das richtige Lokalisierungshoroskop ermittelt haben.
Davon möchten wir später sprechen. Vorderhand begnügen wir uns mit der Darstellung des astrologischen Reinkarnationsvorgangs anhand der Beispiele, die Rudolf Steiner angeführt hat.

Abschließend betonen wir noch, dass die Wiedergeburt zuerst in der geistigen Welt vorbereitet wird. Die Reinkarnation kann aber nicht irgendwann und irgendwo stattfinden. Sie untersteht nicht nur geistigen sondern auch astrologischen Gesetzen. Diese letzteren möchten wir in den vorliegenden Studien aufzeigen.

 
 
 
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